Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach

Holzmarktbericht

Nähere Informationen zum Holzmarkt erhalten Sie in der Geschäftsstelle.

Lage Anfang Juli 2016
Zufriedenstellende Preislage beim Sägeholz - Käferholz mit deutlichem Preisabschlag -  Zurückhaltung bei Papierholzabnahme - Überangebot an Sägenebenprodukten
Duch  Käfer-Neubefall und damit verbundenes großes Angebot in der Massenware, leichter Preisrückgang für die Anbieterseite nach leichtem Preisanstieg im 1. und 2. Quartal. Bei den besseren Qualitäten konnte das Preisniveau gehalten werden.
Die Abnehmerseite musste einen Preisrückgang beim Nadelschnittholz hinnehmen.  Gleichzeitg entsprachen die angelieferten Mengen nicht den Qualitätsanforderungen der Säger, so dass bei frischem Nadelrohholz Engpässe entstanden.
Für die Sägewerke verschäfrt sich die Lage durch eine schwierige Absatzmöglichkeit für Sägenebenprodukte auf einem überfüllten Markt .
Hier drücken die Käferholzmengen (Hackschnitzel aus Gipfelaufarbeitung) hinein. 

Empfehlung: Kupferstecherbäume, die nur oben gipfeldürr sind, haben im unteren Stammteil häufig noch BC Qualität und können in diesem Bereich noch zu guten Holzpreisen vermarktet werden.

Hinweis: Relativ hohe Niederschläge bei gleichzeitig milden Temperaturen haben bei uns in den letzten Monaten für stark durchnässte Böden und erschwerte Holzrückung gesorgt.

Lage Februar 2016
Frischholznachfrage steigt langsam!!
Zum ersten Quartal bleibt die Rundholzversorgung der Nadelindustrie meist gut. Die großen Holzmengen aus der Niklasaufarbeitung, sowie regional zunehmend auftretendeer Käferholzanfall, haben bei vielen Abnehmern im süddeutschen und österreichischen Raum zu hohen Rundholzlagern geführt, so dass die Nachfrage nach Rundholz bei vielen Abnehmern verhalten ist.

Bayernweit zeigt sich ein zweigeteilter Markt. Vielerorts ist er noch immer beeinflusst von einem hohen Rundholzangebot und einem Preisniveau, welches sich noch nicht von dem Niveau nach Niklas erholen konnte. Dies gilt insbesonderer für den Ost- und südostbayerischen Raum. In den anderen Regionen Bayerns ist die Situation differenzierter und insbesondere für frisches Nadelholz konnten sich die Preise wieder nach oben entwickeln.
Verarbeiter, die auf Frischholz angewiesen sind, signalisieren aber auch bei uns den Forstbetrieben und Zusammenschlüssen eine steigende Nachfrage zu entsprechenden Preisen.

Vieles hängt jetzt von der Entwicklung beim Borkenkäfer ab. Daher unsere Bitte an Sie:
Liebe Waldbesitzer machen Sie mit und nutzen Sie diesen Winter, um Käferbäume oder geschwächte Bäume zu akzeptablen Holzpreisen zu ernten, damit wir für das nächste Frühjahr dem Käfer keine unfreiwillige Starthilfe geben. Wenn alle mitmachen- und die Witterungsbedingungen mitspielen, können wir auf Entspannung hoffen und unsere Preise weiter nach oben bringen.

Auch sinnvolle Durchforstungen sollten nicht verschoben werden. Die Holzpreise sind weiterhin aktzeptabel und unsere langjährigen Partnersägewerke sollten auf der Suche nach Frischholz nicht aushungern. Wir brauchen die Säger noch länger.

Lage Herbst 2015
Preisrückgang!
Das plötzlich Überangebot an Rundholz Anfang März durch Produktionsdrosselung der Fa. Klausner aus Thüringen (Einschnitt 2 Mio. fm pro Jahr) und Sturmtief Niklas am 31.03.15 in Südbayern mit rund 2 Mio fm Schadholz führten zum Einbruch der bis dahin stabilen Holzpreise.
Angstverkäufe der vom Sturm Betroffenen im Süden, übereilte Verkäufe an freie Händler zu sehr geringen Holzpreisen, führten schließlich zur negativen Preisspirale.

Diese kurzfristige Preissenkung konnte die Holzindustrie durchsetzen. Auf dem Schnittholzmarkt konnten die Sägewerke allerdings keine großen Vorteile aus den Preissenkungen ziehen. Auch hier hateine Preisentwicklung nach unten stattgefunden.

Seit dem Sommer steigen nun die Käferholzmengen bayernweit in besorgniserregende Höhen. Das Sturmholz bot dem seit Mitte April schwärmenden Fichtenborkenkäfer einen idealen Brutraum. Dazu kam ein warmes Frühjahr und ein wirklicher Ausnahme-Sommer mit lang anhaltender Hitze und ohne nennenswerte Regenfälle.
Auch aus Tschechien und Polen drängen mehrere Millionen Käferholz auf unseren Holzmarkt und führen zu einer Überversorgung der Sägewerke mit Rundholz.

Eine kurzfristige Preiserholung wird nicht erwartet. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung werden Temperaturen und Niederschläge des nächsten Jahres sein.
Ein weiteres Trockenjahr könnte dem Käfer weiteren Auftrieb geben und zur Gefahr für den privaten Waldbesitz und die Preise werden.

Lage Frühjahr 2014 
Die Sägewerke haben den ungewöhnlich wamen Winter mit hohen Verlusten bei der Energieholzvermarktung (Pelletsvermarktung, Späne, Hackschnitzel etc.) bezahlt und haben im Mai die Höchstpreise  - trotz ungebrochen hoher Holznachfrage - nicht mehr halten können.

Die Preise haben sich jedoch auf nach wie vor sehr gutem Niveau stabilisiert.

Lage Herbst 2013

Wieder einmal gravierender als zunächst gedacht waren die Sturmschäden des Sommers.
Schadensschwerpunkte für die FBG waren die östliche Landkreisgrenze um Kemnath, sowie die nördliche Landkreisgrenze um Vilseck ,Freihung, Tanzfleck.

Gut 60.000 Einheiten mussten aufgearbeitet, bereitgestellt und vermarktet werden.
Die Holzpreise wurden durch unsere Schadensereignisse (Schneebruch/Sturmwurf) nicht nach unten gedrückt. Die Ereignisse waren lokal und der Holzmarkt konnte die Mengen gut aufnehmen. Die exzellenten Vermarktungsmöglichkeiten für das Holz bleiben bestehen.

 Aktuelle Lage Januar 2013

Der überraschende Wintereinbruch im Dezember ist an unserem Vereinsgebiet nicht spurlos vorüber gegangen. In Höhenlagen ab ca.   500 m sind vorrangig Kiefernbestände teilweise vom Schneebruch betroffen. Sehr schade ist es um die Verjüngung in Laubholzbeständen. Freigestellte Buchenvoranbau-Flächen sind teilweise gebogen und fallen somit aus. Ähnlich ergeht es den Eichenbeständen.

Das darauffolgende Tauwetter macht es nun nicht einfach den Maschineneinsatz ohne Schäden an den Wegen abzuwickeln. Frost ist in den nächsten Wochen auch nicht angesagt.

Die Lage auf dem Rundholzmarkt ist für die Sägewerke nach wie vor als schwierig einzustufen. Der Preisdruck für Sägewerksprodukte weiterhin sehr groß. Lediglich die mittelständischen lokalen Sägewerke genießen den Vorteil der relativ flexiblen Produktpalette. Wir in der Oberpfalz haben im Vergleich zu Deutschland und auch in Europa die höchsten Rundholzpreise. Da gilt es für unsere Abnehmer gegenüber den Mitanbietern im europäischen oder weltweiten Raum nicht unterzugehen.

Trotzdem ist bei unseren Abnehmern der Holzabsatz gesichert. Die Verträge aus dem 4. Quartal 2012 sind weitgehend bis Ende März übernommen worden.
Auch wenn wir in den Verhandlungen nicht ganz das Preisniveau vom letzten Jahr erreichen konnten, so können sich die Holzpreise für die Wintersaison sehen lassen. Die lokal größeren Schneebruchmengen werden nicht zu einem Preisverfall führen.
Wir beliefern mehrere Sägewerke, um das Risiko zu streuen, den Holzfluss gezielt zu steuern, unabhängig zu sein und sichere Verträge für die Waldbesitzer zu erzielen. Wir bitten Sie, uns mit Ihren Holzmengen zu unterstützen und frühzeitig Ihre Holzmeldungen an die Geschäftsstelle zu senden, damit wir Ihr Rundholz vertraglich absichern können. 
Sollten Sie vom Schneebruch betroffen sein, denken Sie daran vor der Aufarbeitung Ihren ungeführen Kalamitätsholzanfall beim Bayerischen Landesamt für Steuern in Nürnberg „Holznutzung infolge höherer Gewalt – Kalamitätsnutzung“ anzumelden, um einen verminderten Steuersatz für die Holznutzung zu erhalten.
Anträge können bei der Geschäftsstelle abgeholt werden. Ebenfalls das ausführliche Merkblatt „zu den Holznutzungen infolge höherer Gewalt (Kalamitätsnutzungen) gemäß § 34 b Einkommensteuergesetz (EStG)“. Alternativ können Sie diese Formulare unter "Aktuelles" herunterladen. 

 

November 2012 Wandel in der Sägeindustrie setzt sich fort

Die Nachfrage nach Nadelrundholz ist anhaltend hoch. Die Versorgungslage zahlreicher konkurrierender Abnehmer ist angespannt. Bei aufnahmefähigen Lagern  fließen Stammholz- und Stammholzabschnitte zügig ab.

Die global beeinflussten Großsägewerke stehen nach wie vor unter großem Druck. Nach dem Sägewerk Gmach hat nun ein weiterer Säger im Süddeutschen Raum aufgegeben. Die Rundholzpreise - vor allem in Süddeutschland - sind europaweit am höchsten. Der internationale Wettbewerb lässt demgegenüber den Sägern keinen Spielraum für Preiserhöhungen beim Schnittholz. Unter diesem Druck passen die Sägewerke teilweise ihre Produktion an, nehmen Produktionsschichten heraus und versuchen die Rundholzpreise etwas zu senken.

Tatsächlich ist es zu einer leichten Preisrücknahme gekommen. Die Preise sind jedoch nach wie vor auf einem sehr guten Niveau.
Die FBG kämpft jederzeit für gute Preise. Wenn dabei jedoch wichtige Abnehmer nicht mehr überleben könnten, würde sich die Situation gegen den Waldbesitzer selbst wenden.

 In dieser Situation bleibt es daher wichtig unsere Hauptabnehmer ausreichend zu versorgen um im Bedarfsfall auch für große Holzmengen (Kalamitäten) rasch Abnehmer zur Hand zu haben. In der vorhandenen Sägestruktur, mit mehreren Abnehmern pro Sortiment liegt auch die Grundlage für eine starke Verhandlungsposition der FBG. Eine Vielzahl von Abnehmern schafft auch ein großes Sortimentsangebot und sichert eine optimale preisliche Verwertung ihres Holzes. Diese Vorteile gilt es zu erhalten.  Der Verlust jedes größeren Abnehmers bedeutet eine Schwächung der Marktposition der FBG.

Auch in ihrem Wald gibt es zahlreiche Möglichkeiten durch Entnahme qualitativ nicht ausreichender Bäume den Wert des verbleibenden Bestandes zu erhöhen. Dabei nutzen Sie die nach wie vor hervorragenden Preise - auch für schlechtere Qualitäten -  und liefern der Abnehmerseite den dringend benötigten Rohstoff.