Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach

PEFC

Waldbesitzer, die ihre Waldbewirtschaftung am Ziel einer umfassenden Nachhaltigkeit ausrichten, können sich PEFC zertifizieren lassen.

Hier die "PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung" im  im Wortlaut:

Neue PEFC Standards für Deutschland PEFC D 1002-1:2014

Die Zertifizierung von forstlichen Zusammenschlüssen erfolgt dadurch, dass die Selbstverpflichtung durch die FBG - Geschäftsstelle im Auftrag der Mitglieder unterschrieben wird.

Wenn man Mitglied bei der FBG ist, erklärt man sich automatisch dazu bereit bei der PEFC Zertifizierung mitzumachen.

Natürlich ist die Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung freiwillig. Jeder Waldbesitzer muss für sich entscheiden, ob er daran teilnehmen möchte oder nicht.

Sollte man die PEFC Zertifizierung ablehnen, muss man dies schriftlich erklären.

Man muss sich jedoch darüber im Klarem sein, das viele Groß - Sägewerke nur zertifiziertes Holz nehmen. So kann man ohne Zertifizierung z.B. kein Papierholz mehr verkaufen, da hier ein PEFC-Zertifikat verlangt wird.

Deshalb: Marktzugang sichern !!!!

Ob der Axel-Springer-Verlag, die Deutsche Post, die Deutsche Bahn oder die Bundesregierung: Alle haben verkündet, nur noch Holz- bzw. Papierprodukte zu kaufen, die nach einem internationalen Zertifizierungssystem zertifiziert sind. Ob der Verband Deutscher Papierfabriken oder der Verband der Deutschen Sägeindustrie: Alle betonen, dass Zertifizierung zur Zeit wichtiger ist als je zuvor – vor allem auch, um der Nachfrage aus dem Ausland gerecht werden zu können. Denn in Neuseeland, Japan, Großbritannien oder in den Niederlanden gehört der Kauf von zertifizierten Holz- und Papierprodukten bereits dazu.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Waldwirtschaft nach PEFC ist nachhaltig und naturnah. Und Nachhaltigkeit – so wie es die Rio - Nachfolgekonferenzen in Helsinki und Lissabon definierten – fordert neben ökonomischem, auch ökologisches und soziales Handeln. Für die Waldwirtschaft heißt das:

  • Erhaltung forstlicher Ressourcen und der von ihnen ausgehenden vielfätigen Waldfunktionen.
    • Je nach Betriebsgröße sind Bewirtschaftungspläne zu erstellen
    • Keine Verlichtungen im Bestand
  • Gesundheit und Vitalität des Waldes
    • Integrierter Waldschutz
    • Pflanzenschutzmittel nur in Ausnahmefällen möglich
    • Düngung ist als Ertragssteigerung zu unterlassen
    • Feinerschließungsnetz (Rückegassen) sind anzulegen
    • Bodenpfleglicher Maschineneinsatz
  • Produktionsfunktion der Wälder
    • Keine Nutzung von “ nicht hiebsreifen Beständen ”
    • Bedarfsgerechte Erschließung
    • Keine Ganzbaumnutzung
  • Biologische Vielfalt im Waldökosystem mit standortgerechten Baumarten
    • Mischbestände sind anzustreben
    • Pflanzgut mit überprüfbarer Herkunft sind zu verwenden
    • Kahlschläge werden vermieden
    • Totholz bleibt im angemessenen Umfang erhalten
    • Angepasste Wildbestände
  • Schutzfunktion der Wälder
    • Auf Entwässerungseinrichtungen und Bodenbearbeitung wird verzichtet
    • Biologisch abbaubare Öle
  • Gesellschaftliche und soziale Funktion der Wälder
    • Unfallverhütungsvorschriften werden eingehalten
    • ab 2014: soweit örtlich verfügbar Unternehmer mit einem von PEFC anerkannten Zertifikat für qualitätvolle Arbeit verwenden.